mini|hochkant|Gotō Shōjirō mini|hochkant|Grab aus dem Friedhof Aoyama Gotō Shōjirō (; * 13. April 1838 in Kōchi, Provinz Tosa; † 4. August 1897 in Hakone) war ein japanischer Politiker der Meiji-Zeit. Er gehörte zur Meiji-Oligarchie.
Leben und Wirken Gotō Shōjirō, Sohn eines Samurai, studierte am Kaiseijo (), der Lehranstalt des Shogunats, und spielte dann eine wichtige Rolle in der Regierung des Tosa-han. Beeinflusst von Sakamoto Ryōma wurde er ein führender Verfechter einer friedlichen Wiederherstellung der kaiserlichen Macht.
1868 trat Gotō in die neue Regierung ein und arbeitete im Außenministerium für die Stärkung der Industrie. Später diente er als Gouverneur der Osaka, bis er schließlich Mitglied im Genrōin wurde. Jedoch trat er im Zusammenhang mit der Diskussion um eine mögliche militärische Strafaktion gegen Korea (, Seikanron) 1873 zurück, die er wie Saigō Takamori vergeblich befürwortet hatte. Lee, Kun. "Political Culture in the 'Advocacy of an Expedition to Korea' in the 1870s: An Aspect of Japanese Imperialism." Korea Journal of Population and Development 23, no. 1 (Juli 1994): 97–116.
Für den Rest seines Lebens interessierte sich Gotō für die koreanischen Angelegenheiten. Er beteiligte sich an der Gründung der Patriotischen Partei (, Aikoku Kōtō) und setzte sich für einen gewählten verfassungsgebenden Reichstag ein.
Nach der Osaka-Konferenz 1875 kehrte der für kurze Zeit wieder in die Regierung zurück. Er leitete dann einige Zeit die Kohlegruben von Takashima auf Kyūshū, konnte aber keine Gewinne erzielen und verkaufte schließlich seine Beteiligung an Iwasaki Yatarō.S. Noma (Hrsg.): Goto Shojiro. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. 1881 wurde Gotō Gründungsmitglied der Partei Liberalen Partei (, Jiyūtō), aber im folgenden Jahr überredete ihn die Regierung, zusammen mit Itagaki Taisuke das Ausland zu bereisen.
1887 wurde er Gründungsmitglied der gegen die Regierung opponierenden Daidō-Danketsu-BewegungIm Oktober 1868 begannen einige Mitglieder der Jiyūtō eine Kampagne gegen die ihrer Meinung falsche Behandlung der Vertragsfrage mit dem Westen und schlossen sich 1887 zur sogenannten Daidō-Danketsu-Bewegung () zusammen. Diese Bewegung blieb bis in die 1890er Jahre aktiv., wurde aber überredet, das aufzugeben und von 1889 bis 1892 als Minister für Kommunikation in der Regierung mitzuwirken. 1892 wurde er Minister für Landwirtschaft und Handel, trat aber 1894 zurück.
Gotō wurde auf dem Friedhof Aoyama bestattet.
Anmerkungen
Einzelnachweise
Literatur S. Noma (Hrsg.): Goto Shojiro. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993, ISBN 4-06-205938-X, S. 608–609. Janet Hunter: Goto Shojiro. In: Concise Dictionary of Modern Japanese History. Kodansha International, 1984, ISBN 4-7700-1193-8.
Weblinks
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