Eugen Schoelen (* 13. Oktober 1912 in Düsseldorf; † 1974Gerhard Teich: Topographie der Osteuropa-, Südosteuropa und DDR-Sammlungen. Verlag Dokumentation, München 1978, ISBN 3-7940-7039-9, S. 24) war ein deutscher Professor an der ehemaligen Pädagogischen Hochschule Rheinland, Abteilung Aachen.

Leben Schoelen engagierte sich um 1930 im Katholischen Wandervogel (KWV), trat 1930 wegen der Abiturvorbereitungen als Gauleiter zurückBriefe von Leisner an Walter Vinnenberg, Schreiben vom 3. Oktober 1930. karl-leisner.de (PDF; 6,6 MB). und wurde 1932 zum Schriftleiter des Bundes gewählt, wie Karl Leisner in seinem Tagebuch erwähnt.Karl Leisner: Tagebuch: Trümmer aus den Jahren 1930/31, Erlebnisse und Fahrten 1932. karl-leisner.de (PDF; 48 MB); abgerufen am 15. Oktober 2021. Der KWV war im Juni 1928 aus dem Jungkreuzbund entstanden und hatte etwa 800 Mitglieder. Mit dem Gleichschaltungsgesetz wurde im Juni 1933 auch der KWV aufgelöst.

Nach seinem Abitur im Jahr 1931 an der Höheren Schule Düsseldorf studierte Schoelen Pädagogik an den Hochschulen in Bonn und Köln und promovierte 1955 an der Universität Bonn über Stanislaus von Dunin-Borkowski. Bereits seit 1946 war er an der damaligen Pädagogischen Hochschule, Abteilung Aachen als Dozent übernommen worden, er wurde dort später zum ordentlichen Professor und Direktor des Seminars für Schulpädagogik ernannt.

Schoelen war Vizepräsident der Deutschen Pestalozzi-Gesellschaft und ab 1964 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Akademie für Jugendfragen.Volker Jörn Walpuski: Zwischen Restauration und Inneren Reformen. Cora Baltussens transnational kontextualisiertes Leben und Wirken als Beitrag zur Entwicklung der Supervision in der Bundesrepublik Deutschland in den 1960er Jahren. Beltz Juventa (Edition Soziale Arbeit), Weinheim 2024, ISBN 978-3-7799-7677-6, S. 339.

Schoelen war verheiratet und hatte vier Kinder.

Schriften (Auswahl) Dunin Borkowski S. J. als Jugendführer und Priesterbildner. In: Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Pädagogik, Dezember 1954, 30 (3), S. 212–227; doi:10.30965/25890581-03003006. Die literarische Arbeit Stanislaus’ von Dunin Borkowski zur Grundlegung einer Theorie der Erziehung und Jugendführung. Dissertation, Universität Bonn, 1955. als Herausgeber: Pädagogisches Gedankengut des christlichen Mittelalters. Übersetzung aus dem Lateinischen unter Mitarbeit von Wilhelm Haerten. Schöningh, Paderborn 1956 (= Schöninghs Sammlung pädagogischer Schriften). Otto Willmann: Kleine pädagogische Schriften. Besorgt von Joseph Antz und Eugen Schoelen. Schöningh, Paderborn 1959.

Johann Michael Sailer: Über Erziehung für Erzieher, besorgt von Eugen Schoelen. Schöningh, Paderborn 1962 (= Schöninghs Sammlung pädagogischer Schriften). Die antinomische Struktur der Erziehung bei Stanislaus v. Dunin-Borkowski. In: Franz Pöggeler (Hrsg.): Innerlichkeit und Erziehung. In memoriam Gustav Siewerth. Zum Gespräch zwischen Pädagogik, Philosophie und Theologie. Herder, Freiburg im Breisgau 1964, S. 301–328. als Herausgeber: Erziehung und Unterricht im Mittelalter. Ausgewählte pädagogische Quellentexte. Schöningh, Paderborn 1965 (2. Auflage von Pädagogisches Gedankengut des christlichen Mittelalters; = Schöninghs Sammlung pädagogischer Schriften). Die pädagogische Bedeutung der Jugendbewegung und ihr Verhältnis zum Problem der Methode. In: Franz Pöggeler (Hrsg.): Jugendbildung und Methode. Herder, Freiburg im Breisgau 1965, S. 34–63 (= Beiträge zur Jugendforschung. Schriftenreihe der Akademie für Jugendfragen e. V. beim Deutschen Institut für wissenschaftliche Pädagogik Münster/Westfalen, Band 1). Mittelalter. In: Franz Pöggeler (Hrsg.): Geschichte der Erwachsenenbildung. Kohlhammer, Stuttgart 1975, ISBN 978-3-17-001723-8, S. 12–15 (= Handbuch der Erwachsenenbildung, Band 4).

Literatur Hermann August Ludwig Degener, Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Band 17. Verlag Schmidt-Römhild, 1971, S. 984.

Einzelnachweise

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